Skip to main content

Johannes-Passion

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Sonntag, 28. März 2010, 17 Uhr (Beginn Sommerzeit!)
Heiliggeistkirche/Dominikanerkloster, Börneplatz

Eintritt 20 € / erm. 15 €
Karten über die Kantoreimitglieder
und an der Abendkasse ab 16 Uhr

Ralf Petrausch, Tenor (Evangelist)
Florian Plock, Bass (Jesus-Worte)
Simon Bailey, Bass (Pilatus/Arien)
Helga Askani, Sopran
Uta Runne, Alt
Kammerorchester,
Heinrich-Schütz-Kantorei
Leitung: Karin Baumann

Die Johannes-Passion ist eines der faszinierendsten Werke Bachs: Text und Musik zeugen von einem ungewöhnlich tiefen Verständnis für das Gedankengut des Evangelisten Johannes. Der johanneische Jesus ist nämlich in erster Linie der Gesandte seines himmlischen Vaters, und so sieht Johannes auch in der Passion Christi nicht so sehr das schmerzvolle Leiden Jesu als vielmehr die Heimkehr des Gottessohnes zum Vater. Diesen Grundgedanken fasst Bach in dem grandiosen Eingangschor der Johannes-Passion „Herr, unser Herrscher … zeig uns durch deine Passion, dass du … auch in der größten Niedrigkeit verherrlicht worden bist“ zusammen. In der gesamten Kompositionsgeschichte ist zudem die Korrespondenz der Bibelwortchöre untereinander ein einmaliges Phänomen. All das weist die Johannes-Passion als eine Chorkomposition par excellence mit dramatischem Einschlag aus. Durch Einschübe aus dem Matthäusevangelium (Petrus-Geschichte, Erdbeben) kommen weitere, eher volkstümliche Elemente hinzu.
Die Arien (z. B. „Zerfließe, mein Herze“) fordern zum Mitleiden auf, die Choralsätze in Stellvertretung der Gemeinde ermuntern zur aktiven Aneignung des Passionsgeschehens („O Mensch, mache Richtigkeit“). Auch in der Ausarbeitung der Rezitative zeigt Bach eine selbst für ihn ungewöhnliche Sorgfalt und Eindringlichkeit, so dass die Passion ein in jedem Augenblick mitreißendes Werk ist. Wenn man es überhaupt so ausdrücken darf: ein Höhepunkt der Musikgeschichte.
Herzliche Einladung!
Christian Baumann

Datum: 
Sonntag, 28. Mär. 10 - 17:00
Ort: 
Sonstiges