Beim Namen nennen – Aktion zum Weltflüchtlingstag

Auf den Meeren und an den Grenzen Europas sterben seit Jahren Menschen auf der Flucht. Seit 1993 sind über 60.000 Kinder, Frauen und Männer beim Versuch nach Europa zu flüchten, umgekommen. Eine immer härtere Politik der Länder Europas verhindert, dass diese Menschen legal in Europa einreisen können, um hier Asyl zu beantragen. Die Menschen fliehen vor lebensgefährlichen Situationen in ihren Heimatländern und setzen mit der Flucht ihr Leben aufs Spiel.
An den Außengrenzen der EU geschehen schwerste Menschenrechtsverletzungen. Der Ausnahmezustand wird dazu genutzt, den Schutzsuchenden den Zugang zu humanitärer Hilfe zu verwehren und die Öffentlichkeit auszuschließen, um die Gewalt an der Grenze zu verbergen. Statt frierenden Menschen in den Urwäldern an der Grenze zu Belarus medizinisch zu helfen und ihr Asylverfahren einzuleiten, prügeln polnische Grenzschützer sie über
die Grenze zurück. Statt Menschen aus Seenot zu retten, drängt die griechische Küstenwache schutzsuchende Menschen auf der Ägäis Richtung Türkei. Das ist eine Krise der Menschlichkeit und eine Krise der Menschenrechte.
Darüber sind wir entsetzt und fordern sichere Fluchtwege. Wir gedenken der Opfer und protestieren gegen diese unhaltbare Situation.


Die Aktion „Beim Namen nennen“ findet statt in Basel, Berlin, Bern, Braunschweig, Chur, Dortmund, Essen, Frankfurt, Genf, Kehl, Lausanne, Luzern, Mannheim, Neuchâtel, St. Gallen, Thun und Zürich in Kooperation mit UNITED for Intercultural Action http://unitedagainstrefugeedeaths.eu